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Augmented Classroom

Short thesis

Geschichte ist nicht weit weg – mit Augmented Reality geht Geschichte alle an. Zum Beispiel die von Anne Frank. „WDR AR 1933-1945“ macht die Zeit des Nationalsozialismus neu erfahrbar und holt sie direkt ins Klassenzimmer. Wir brauchen digitale Unterrichtsinhalte, die Sinn machen, spannend sind und mehr können als die alten Schulbücher.

Description

Das Tagebuch von Anne Frank ist aus dem Schulunterricht kaum wegzudenken. Und doch: Berührung und Verstehen dieser Geschichte werden von jeder Generation neu verhandelt. Wie gelingt dies mit „Anne Frank“ und den anderen wichtigen historischen Erzählungen in der digitalen Zukunft? Das Bildungsprojekt „WDR AR 1933-1945“ gibt hier eine technisch und erzählerisch neue Antwort. In Holografien fürs Smartphone oder Tablet entsteht die Geschichte neu und wird im Klassenraum unmittelbar erlebbar: Die letzten lebenden Freundinnen von Anne Frank erzählen mir direkt. Holografien verwandeln mein gesamtes Zimmer in einen geschichtlichen Raum. Mit dem Projekt, das Anfang 2019 als App in die Stores kommt, fügen wir der Diskussion um „Digitale Schulen“ etwas Wichtiges hinzu. Es geht nicht nur um mehr Tablets für Schulen oder bessere Weiterbildungen für Lehrer*innen – vor allem geht es um tatsächlich sinnvolle, digitale Inhalte, die ein anderes, ein tieferes Verstehen ermöglichen als dies bestehende Materialien tun. In der App „WDR AR 1933-1945“ werden neben der Geschichte von Anne Frank auch andere Themen aus dem Zweiten Weltkrieg holografisch erzählt. Wir wollen mit dem Projekt insbesondere einen multiperspektivischen Ansatz fördern. Augmented Reality-Erfahrungen machen es leichter, sich in eine historische Figur oder eine andere Kultur hineinzuversetzen und sie zu verstehen. Jugendliche können damit Andersartigkeit erleben und begreifen. Fast so wie vor einigen Jahren, als Zeitzeug*innen des Krieges noch persönlich Schulen besuchten.