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Too long; did not realize? - Der Umgang mit Cyber Stalking

Short thesis

Ist das Romantik oder eine Straftat? Das Thema Stalking versteckt sich oft hinter einer romantischen Fassade. „Oh can't you see you belong to me“ oder „I hate to turn up out of the blue uninvited but I couldn't stay away I couldn't fight it“. Lovesong-Zeilen wie diese von The Police und Adele zeigen wie präsent und zugleich unbemerkt es Teil unseres Alltags ist. Das macht es für Betroffene schwer, die Straftat zu erkennen und dagegen vorzugehen.

Description

Jährlich gibt es schätzungsweise rund 600.000 Fälle von Stalking. Oft ist eine gescheiterte Liebesbeziehung Hintergrund der Taten. In nur etwa drei Prozent der Fälle wird Anzeige erstattet. Man schweigt aus Angst oder Scham oder verdrängt und relativiert es – nicht selten mit langfristigen psychischen Folgen, nicht selten auch aus gesellschaftlichen Gründen. Opfer wissen nicht, wie sie sich helfen können. Wie können sie die Taten beweisen? Als Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer wollen wir darüber sprechen, wo sich in unserem Alltag das Thema Stalking versteckt und es unbewusst toleriert – ja sogar romantisiert – wird. Kann die kontinuierliche Verkürzung von Inhalten für Betroffene von (Cyber-)Stalking Selbstbetrug und Fluchtmöglichkeit sein? Kann too long;did not read zu too long;did not realize werden und so Betroffene noch weiter in die Opferrolle drängen? Wie kann man ihnen zur Seite stehen? Wir haben als digitales Hilfsmittel eine App entwickelt mit der man Stalking-Aktivitäten beweiskräftig dokumentieren kann, um sich effektiv gegen Stalker zu wehren. Ein Einblick in die Arbeit einer Opferhilfeorganisation und ein Plädoyer für die Stärken der digitalen Gesellschaft.

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