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Bits und Watt: Wie die Digitalisierung das Energiesystem demokratisiert

Short thesis

Der Umbau des Energiesystems von fossil auf erneuerbar verlangt dessen umfassende Digitalisierung. Damit werden viele neue Geschäftsmodelle möglich, die auf eine Demokratisierung der Energieversorgung zielen. Doch zugleich droht die Benachteiligung all derer, die sich nicht aktiv an der Energiewende beteiligen wollen oder können.

Description

Deutschland kommt beim Ausbau der erneuerbaren Energien gut voran. Wind-, Solar- und Bioenergie decken heute bereits vierzig Prozent des heimischen Strombedarfs. Ein großer Erfolg? Ein erster Schritt – denn die wirklich große Aufgabe liegt noch vor uns: Das Energiesystem muss viel flexibler werden, wenn die wetterabhängigen Windräder und Solaranlagen die fossilen Kraftwerke ersetzen sollen.

Die nötige Flexibilität schafft die Verknüpfung der Strom- mit der Wärmeversorgung und dem Verkehr. Das verlangt die Digitalisierung des gesamten Energiesystems. Eine schrankenlose Kommunikation ist das Ziel: Wenn die Wärmepumpe mit dem Batteriespeicher, die Ladestation für das Elektroauto mit der Solaranlage, der Ortsnetztrafo mit der Biogasanlage spricht, gibt das die Steuermöglichkeiten, mit denen die rasant zunehmende Komplexität des Energiesystems beherrschbar bleibt.

Mit der Digitalisierung entstehen viele spannende Geschäftsmodelle, neue Akteure drängen in den Markt. Ebenso wird das Energiesystem demokratischer: Bürger*innen können ihre Energieversorgung selbst in die Hand nehmen, ihre Flexibilität beim Bezug von Energie vermarkten oder Strom gezielt beim Windrad ihrer Wahl einkaufen. Die Session stellt einige dieser Modelle vor, diskutiert deren Potenzial zur Demokratisierung des Energiesektors – und beschreibt auch die Kehrseite der Medaille: eine Benachteiligung all derer, die sich nicht aktiv an der Energiewende beteiligen wollen oder können.

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