L - Lokschuppen Stage (Museumspark)
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German
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Pretiosen 4.0 - "Smart Jewellery" als nonverbales Kommunikationsmedium

Short thesis

Neue Technologien aufzugreifen, zu erforschen und zu hinterfragen heißt nicht, alte Technologien abstoßen und verlieren zu müssen. Dem treten wir entgegen, mehr noch, wir profitieren von der Synthese. An über 100 Jahre alten Maschinen entstehen Wearables, Schmuckstücke, Kommunikationsobjekte, die gesellschaftlichen Diskurs in den Alltag tragen.

Description

Museen wie das Deutsche Technikmuseum in Berlin treten zunehmend aus der Tradition der „Wunderkammer“ heraus, verstehen sich als neue soziale Systeme, die gesellschaftliche, technische und kulturelle Veränderungen zur Diskussion stellen und Gemeinschaften stärken.

Ausstellungen sind das tradierte Mittel der Wahl für Museen, aber längst nicht mehr das alleinige, wie unsere Ausstellungswerkstatt „Manufakturelle Schmuckproduktion“ zeigt.

Unsere Ausgangskomponenten sind auf der einen Seite ein Ensemble historischer Maschinen um 1900 - in unserem Museum in Funktion als Werkplatz für Stipendiaten und Schmuckschaffende, ausgezeichnet als Immaterielles Kulturerbe. Auf der anderen Seite Gamedesigner, Fab-Labs, Coder… Was uns zusammenführt, ist der Wunsch, die Potentiale beider Arbeitsfelder auszureizen.

Zwei aktuelle Projekte spiegeln diese Synthese:

Fabergé-Ei trifft Dragon Ball - eine Arbeit unserer Stipendiatin Franziska Vogt. Schmuckobjekte bringen Menschen zusammen, ohne Smartphone oder andere Kommunikationstechnologien… und ganz ohne Worte.

Gamesdesign trifft Schmuckproduktion – eine Kooperation mit der HTW Berlin. Es entstehen Wearables, die zwischenmenschliche Kommunikation wieder zu einem bewussten Prozess machen, der Zeit kostet und Entschleunigung fordert. In diesem Projekt werden typische Entwicklungsprozesse umgekehrt: Die Studierenden der HTW sind gefordert, technische Komponenten dem Design der Schmuckstücke anzupassen. Die Technologie tritt in den Hintergrund, wird zu etwas Verborgenem, Privaten und Intimen.

Die Projekte sind exemplarisch für das Museum der Zukunft, wie wir es verstehen: Fragen stellen anstatt vorgefertigte Antworten erhalten, Kommunikation anstelle hierarchischer Wissensvermittlung, gemeinsames Finden und gegenseitiges Bereichern.

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