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Discussion
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MEDIA CONVENTION Berlin
Public Value: Jeder behauptet ihn zu liefern, doch wer finanziert ihn und entscheidet darüber?

Kurzthese

Die Wichtigkeit von Public Value wächst besonders in Zeiten von Social Bots, Fake News und Wut-Gruppen. Diese Rolle, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu fördern und die Gemeinschaft zu stärken, wird oftmals dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk zugeschrieben. Aber was ist mit anderen Akteuren? Und wer entscheidet, wer Public Value bieten kann?

Beschreibung

Public Value ist wie Teenage Sex: Jeder redet darüber, jeder behauptet ihn zu liefern, doch niemand weiß so richtig, wie er geht, wo er anfängt und wo er aufhört. Wenn digitale Plattformen Bots, Fake News und Wutgruppen verbreiten, braucht es umso mehr besonnene Stimmen, die den Zusammenhalt der Gesellschaft fördern und die den Austausch und die Gemeinschaft stärken. Das geschieht zu einem großen Teil über die Öffentlich-Rechtlichen. Doch darüber hinaus gibt es natürlich noch weitere Unternehmen, die einen Beitrag leisten – gerade diese bekommen immer größere Probleme mit der Refinanzierung im Digitalen. Kein Wunder also, dass die Ansprüche wachsen, etwas vom öffentlich-rechtlichen Kuchen abzubekommen. Doch reicht es schon, zu behaupten, Public Value zu schaffen? Wer entscheidet darüber? Wer kann überhaupt Public Value so definieren, dass er klar erkennbar wird? Wie können die Mittel anders verteilt werden? Braucht es gar eine komplette Überarbeitung des öffentlich-rechtlichen Systems, um die Mittel auch für andere Public Value-Schaffende zu öffnen?

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