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Bildet Banden! – Wie Kollektive zu mehr Solidarität und Erfolg im Journalismus beitragen

Short thesis

Wir haben keine Lust, miteinander zu konkurrieren: Weder um den nächsten Auftrag noch um die 1,7-sekündige Aufmerksamkeitsspanne auf Social Media. Konkurrenz vereinzelt und macht leichter ausbeutbar.
Too long, didn't collaborate? Arbeit im Kollektiv ist mühsamer und langsamer als alleine, zahlt sich aber aus. Drei Kollektive zeigen warum und geben praktische Tipps.

Description

Unterirdisches Zeilengeld akzeptieren und nachts um zwei noch E-Mails beantworten: Die Konkurrenz in der Journalismusbranche macht, dass wir uns selbst ausbeuten. Besonders betroffen sind diejenigen von uns, die im Journalismus noch unterrepräsentiert sind: Menschen mit Migrationsgeschichte, Inter- und Trans*menschen, oder Frauen in Führungspositionen.

Als Kollektive wollen wir das ändern! Nur wenn wir uns zusammenschließen, können wir dem Konkurrenzkampf den Wind aus den Segeln nehmen, uns gegenseitig beim Karriereerfolg helfen und Journalismus solidarischer machen.

Mit Perspective Collective, einem Kollektiv von Journalist*innen mit Flucht- und Migrationsgeschichte, bringen Melina Borčak und ihre fünf Mitstreiter*innen unterrepräsentierte Stimmen und Perspektiven in deutsche Medien ein. Judith Langowski schreibt zusammen mit sieben anderen Frauen aus der ganzen Welt nómadas, einen mehrsprachigen feministischen Newsletter. Und Lou Zucker trifft sich regelmäßig mit ihren fünf Collectext-Kolleginnen, um Kontakte und Jobangebote auszutauschen und sich gegenseitig den Rücken für die nächste Gehaltsverhandlung zu stärken. Unsere Kollektive geben uns die Möglichkeit, gleichberechtigt und unabhängig kreative Projekte auf die Beine zu stellen, sie bieten uns einen geschützten Raum und geben uns Mut, trotz Schwierigkeiten  weiter zu machen.

Können Kollektive den Journalismus verändern? Oder sind das nur Karrierenetzwerke, die wieder andere ausschließen? Wie schafft man im Kollektiv nachhaltige Strukturen, um langfristig zusammenzuarbeiten? Und was brauchen wir noch, um den Journalismus solidarischer zu machen?

Diese und andere Fragen wollen wir miteinander diskutieren und lassen uns vom Publikum moderieren. Jede*r kann den Moderationsstuhl besetzen und kann auch jederzeit abgelöst werden. Und wer nicht gerne vor vielen Leuten spricht, kann Fragen aufschreiben und vorlesen lassen. Bye, bye Hierarchien – bildet Banden!