K4 - re:learn workshop
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German
Workshop
Beginner
Elektronische Bauteile als Bewegungsspiel

Short thesis

Technisches Wissen wird oft sehr dröge präsentiert. Im Rahmen der Maker Education werden zwar neue Formen der Wissensweitergabe entwickelt - meist Workshops, in denen Projekte gebastelt werden - meist werden hier Erklärungen aber gleich ganz weggelassen. Das schränkt die Reproduzierbarkeit der erworbenen Kenntnisse ein. Im Rahmen einer AG mit Kindern in der dritten Klasse habe ich ein neues Format der Wissensvermittlung entwickelt: Die Darstellung von elektronischen Bauteilen als Bewegungsspiel.

Description

Beim Versuch, den Drittklässler*innen in meiner AG "Elektronik und Coding" die Grundlagen von Stromfluss zu erklären, habe ich zuerst mit Zeichnungen gearbeitet. Obwohl die Kinder hochmotviert in meine Gruppe gekommen waren, stieß diese Form des Unterrichts bei ihnen nicht auf Begeisterung. Mir fiel auf, dass viele der Kinder einen unbändigen Bewegungsdrang hatten und ich ständig damit beschäftigt war, sie zurück auf ihre Plätze zu verweisen. Daher kam ich auf die Idee, den Kinder Rollen als Atomkerne, Protonen und Elektronen zuzuweisen und sie das Gelernte in einem Bewegungsspiel nachstellen zu lassen.

Zu Beginn zeigte sich, dass von dem zuvor gelernten nur wenig aufgenommen wurde. Alles, was ich in Wort und Bild vorher erläutert hatte, war an den meisten Kindern vorbei gegangen. Seit dem Spiel allerdings wissen sie, wie sich Atomkern, Protonen und Elektronen verhalten und haben so (wenn sie denn gerade Willens sind, es wiederzugeben) ein Grundverständnis von Stromfluss.

Inzwischen haben wir die Funktion von Widerständen, eine Schaltung mit einer LED und einen Gleichstrommotor gespielt. In meiner Session will ich mit Freiwilligen aus dem Publikum die von mir entwickelten Elektronik-Bewegungsspiele vorstellen, sie dem Feedback des Publikums aussetzen und weitere Spiele entwickeln. Kinder sind doppelt und dreifach willkommen!