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Jugendbeteiligung mit 360°-Videos, Games & Co.

Short thesis

Jugendliche haben ein Recht auf Beteiligung an politischen Prozessen. Die weit verbreiteten textbasierten Beteiligungsformate stellen jedoch für zahlreiche Zielgruppen demotivierende Hürden dar. Bild- und game-basierte Verfahren helfen dabei, neue Zielgruppen für (politische) Partizipation zu erreichen. Das Kooperationsprojekt "jugend.beteiligen.jetzt" stellt euch gute Praxis vor.

Description

Das demokratische System steht unter Druck, Demokratiebildung ist in aller Munde. Jugendbeteiligung kann jungen Menschen ihre Partizipationsmöglichkeiten vor Augen führen und damit die Akzeptanz des repräsentativen Systems festigen. Zudem können sich junge Menschen auf diverse gesetzliche Grundlagen berufen, um in politischen Prozessen Gehör zu finden – von der UN-Kinderrechtskonvention über das Sozialgesetzbuch VIII bis hin zu einigen Kommunalverfassungen in der Bundesrepublik.

Doch bekannte Beteiligungsformate für Jugendliche, wie etwa Jugendparlamente oder Petitionen, sprechen in der Regel nicht alle Jugendlichen gleichermaßen an – ein Problem für die demokratische Repräsentativität. Wenn Online-Lösungen in Betracht gezogen werden, dann basieren diese fast immer auf Texteingabe, denn „erwachsene“ Institutionen arbeiten mit schriftlichen Dokumenten.

tl;dr: „jugendliche“ Ausdrucksformen, die sich von der Social-Media-Kampagne bis zum YouTube-Channel aller denkbaren medialen Hilfsmittel bedienen, sind mit den Arbeitsabläufen in Institutionen und Verwaltungen nur bedingt in Einklang zu bringen. Doch es gibt einen Silberstreif am Horizont:

Zahlreiche Verbände, Kommunen und Kolleg*innen aus der Jugendarbeit haben sich auf den Weg gemacht, digitale Jugendbeteiligung zu stärken. Wir möchten euch Erkenntnisse und gute Praxis aus dem Kooperationsprojekt jugend.beteiligen.jetzt präsentieren und mit euch weiterdenken, wie digitale Jugendbeteiligung möglichst vielfältige Gruppen von jungen Menschen erreichen kann, damit sich die Versprechen von Selbstwirksamkeit und Stärkung der Demokratie erfüllen.

jugend.beteiligen.jetzt – für die Praxis digitaler Partizipation ist ein Kooperationsprojekt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR) und IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e. V., initiiert und gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).